Virtuelle Kliniken
Funktionen
Das Modul "Virtuelle Klinik" ermöglicht die Erstellung und Bearbeitung von virtuellen Kliniken. Diese Kliniken können mit fiktiven oder realen Daten gefüllt und mit weiteren Modulen von BinDoc Analytics verknüpft werden. Das Modul unterstützt detaillierte Analysen durch die Integration von Leistungs- und Strukturdaten.
Elemente
Im Klinikbereich können Informationen zur Klinik eingesehen und eingepflegt werden. Diese umfassen folgende Kategorien:
Übersicht: Zeigt den Zeitraum der Daten auf, die sich in der virtuellen Klinik befinden und welche zusätzlichen Merkmale in der Klinik enthalten sind (PLZ-Analyse, Einweiseranalyse). Zudem wird die Gesamtklinik sowie mögliche Unterteilungen in verschiedene Standortnummern und daraus resultierende virtuelle Kliniken aufgezeigt.
Fachabteilungen - Einpflegen und umbenennen von Fachabteilungen (§301 Fachabteilungsschlüssel oder Fachabteilungsinterne Bezeichnungen)
Fallzahlen: Summe stationären, teilstationären oder ambulanten Fälle
Personal: Eingabe der Anzahl an Vollkräften sowohl im ärztlichen als auch im pflegerischen Dienst
Finanzen: Eingabe der Aktiva und Passiva Positionen sowie den Informationen aus der Gewinn und Verlustrechnung.
Zusatzinformationen: Manuelle Angabe der Adresse, Klinikgröße, Trägerart, Anzahl Betten und Versorgungsstufe
Fälle: Detaillierte Fallinformationen, die über Filter (analog zu BinDoc Cube) eingegrenzt werden können. Außerdem ist ein Export der Fälle in Excel möglich.
Einweiser: Beim Upload der Einweiserdaten können diese hier eingesehen werden.
Struktur- und Leistungsdaten Imports: Zeigt die Historie der Uploads in die virtuelle Klinik auf.
Datenquellen
→ Die Datenquelle für die virtuelle Klinik sind importierte Leistungs- und Strukturdaten.
Tutorial
Neue virtuelle Klinik anlegen
Öffnen Sie das Modul "Virtuelle Klinik" über das Navigationsmenü.
Klicken Sie auf "Neue Virtuelle Klinik".
Geben Sie einen Namen für die virtuelle Klinik ein und fahren Sie mit dem Import der Leistungs- und Strukturdaten fort.
Leistungs- und Strukturdaten importieren
Wählen Sie die virtuelle Klinik aus, in der die Daten gespeichert werden sollen.
Ordnen Sie die Fachabteilungen zu, z.B. nach längster Verweildauer oder entlassender Fachabteilung.
Geben Sie den Landesbasisfallwert für das Bundesland an.
Importieren Sie die Daten als gezippte CSV-Dateien, die folgende Dateien enthalten: ENTGELTE.csv, FAB.csv, FALL.csv und optional Kosten.csv, ICD.csv, OPS.csv.
Nach der Auswahl wird die ausgewählte Datei lokal auf etwaige Unstimmigkeiten bzw. Lesbarkeit überprüft. Werden keine Fehler festgestellt, kann die Datei durch einen Klick auf 'Weiter' hochgeladen werden. Ist die Datei hochgeladen worden, wird der Import der Daten in die virtuelle Klinik gestartet. Dieser Vorgang dauert eine gewisse Zeit.
Sie erhalten eine Email zugeschickt, sobald der Import fertiggestellt wurde.
Exportvorlagen für virtuelle Kliniken
Beim Export von Fällen innerhalb einer virtuellen Klinik können die enthaltenen Spalten individuell definiert werden. Mit Exportvorlagen lassen sich diese Spaltenkonfigurationen speichern und wiederverwenden.
Dadurch kann festgelegt werden,
welche Datenfelder exportiert werden,
in welcher Reihenfolge die Spalten erscheinen,
und welche Inhalte bewusst ausgeschlossen werden.
Exportvorlagen ermöglichen eine standardisierte und wiederholbare Struktur von Datenexporten – insbesondere bei regelmäßigen Analysen, Reportings oder der Weiterverarbeitung in BI-Tools. Sie reduzieren manuellen Anpassungsaufwand und stellen sicher, dass innerhalb eines Teams mit einheitlich aufgebauten Datensätzen gearbeitet wird.
Eine einmal erstellte Vorlage kann auf alle virtuellen Kliniken angewendet werden. Dadurch bleibt die Struktur der exportierten Daten klinikübergreifend konsistent.
Die Vorlagen stehen sowohl im Modul „Virtuelle Klinik“ als auch im Tool Cube beim Fall-Export zur Verfügung.
→ Ein Tutorial findet man hier: Erstellen und Anwenden von Exportvorlagen für virtuelle KlinikenPreview
Der Struktur- und Leistungsdaten Import ist DSGVO konform.
Grundsätzlich zu unserem Anonymisierungsverfahren:
Der Struktur- und Leistungsdaten Datensatz der jeweiligen Klinik wird über das browserbasierte Tool hochgeladen, die lokal auf dem Rechner des Nutzers gespeicherten Struktur- und Leistungsdaten anonymisiert, so dass kein Personen- und Patientenbezug mehr hergestellt werden kann - und anschließend verschlüsselt an den Server von BinDoc zur weiteren Verarbeitung übermittelt.
Durch das Anonymisierungsverfahren werden alle personenbezogenen Datenfelder, die nicht zur weiteren Verarbeitung relevant sind, vollständig entfernt oder durch ein Hash-Verfahren anonymisiert.